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ZWEI EISBLÖCKE:

2. August 2015 - ANDACHTEN

Es waren einmal zwei Eisblöcke: 

Zwei Eisblöcke_Seite_1  Zwei Eisblöcke_Seite_2  Zwei Eisblöcke_Seite_3

KURZGESCHICHTEN 01 – WILLI HOFFSÜMMER

DIESE KURZGESCHICHTE KÖNNEN SIE IN DEM OBEN GENANNTEN BUCH SEITE 97 ANDACHT NUMMER 165 NACHLESEN:

DATENLINK:  Zwei Eisblöcke

Das Verhältnis zwischen ihnen war sehr kühl, was nicht verwunderlich ist.Der eine dachte: Warum kommt der andere nicht näher zu mir? Aber der Eisblock konnte nicht gehen und kommen. Da dachte der eine: Wenn der andere auftaut, dann taue ich auch auf.

Aber weil der Eisblock nicht von selbst auftaute, taute keiner von beiden auf. So geschah es, dass niemand auf sie zukam und jeder noch mehr in sich selbst vereiste. Nach Monaten – oder war es nach Jahren? – entdeckte der eine Eisblock eines Mittags, als die Sonne strahlte, dass er schmelzen konnte und er sah, dass er sich zu Wasser verflüssigte und dass er doch noch er selbst war.Auch der andere machte diese wunderbare Entdeckung. Über die ganz alltäglichen Wassergräben flossen sie aufeinander zu. Sie begegneten sich.

Zwar spürten sie ihre Kälte noch, aber auch ihre Schwachheit und ihren guten Willen, ihre eigene Not und die vom anderen. Sie fanden, dass sie einander nötig hatten und zusammen bleiben müssten. Da kam ein Kind und dann noch eins und noch andere Kinder. Und die ließen kleine Schiffe auf dem großen, starken Wasser fahren. Sie hörten, dass die Kinder glücklich waren.Und diese Freude spiegelte sich wie eine Sonne im Wasser.

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